Briefpost National, Folge 47, Teile I bis IV. – Ein insgesamt 21 Seiten umfassender DDR-Sonderbeitrag!
Kategorie-Archiv: Deutschland aktuell
Die Bezeichnungen der Poststempelformen
Eine wichtige Buchneuheit von diesem Jahr ist zu vermelden. Sie findet schon guten Absatz, aber er darf noch weitaus größer sein. Gut, daß die Intern. Briefmarkenbörse Sindelfingen naht (27.-29. Okt.) und ein Direktkauf des äußert preiswerten Werkes am Messestand der Poststempelgilde e.V. möglich wird. Philatelie-Digital rät gern zum Kauf dieser dienstbaren Neuerscheinung, die, wie ihr Vorgänger es war, das Zeug zum Standardwerk hat.
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Indago (1)
Mit der Berichterstattung zur gerade beginnenden Herbstsaison führt Philatelie-Digital unter dem Rubrum „Deutschland aktuell“ eine neue Berichtsserie ein. Sie erscheint in unregelmäßigen Abständen. – Philatelie 10-2016
Unbegreiflich: „Burgen & Schlösser“ selbstklebend
Abb. Ebay/hausderbriefmarke
Die Riesenrarität, das Nonplultra der modernen Bund-Markenphilatelie. Oder? Lesen Sie weiter!
Bild unten: MH 27 vom 4. Juni 1991
Lose Marken sind – abgesehen von Neuheiten aus Berlin – kein Berichtsstoff von Philatelie-Digital. Die Ungeheuerlichkeit dieser Berichtsstückes jedoch zwingt zu einer kurzen Notiz. Der eine mag bei ihr ins Schwärmen kommen, vielleicht auch in Schweißausbrüche, der andere wird die Stirn runzeln. Sogar auch noch lustig ist der Berichtsgegenstand. Denn wie der Zufall es will, klärt das jüngste „Postfrisch“ – Sie wissen, die Post-Versandstellen-Kundenzeitschrift mit den saftigen Borek-Preisen für Marken und Münzen – seine Leser gerade noch zum bisher erstmals ausgegebenen Markenheftchen mit Selbstklebe-Dauermarken auf. Gemeint ist und gezeigt wird – wie erwartbar – die im Michel-Katalog mit Nr. 27 geführte Ausgabe „Sehenswürdigkeiten“ vom 4. Juni 1991.
Genau in diesem Layoutbild gibt es nun einen „Vorgänger“. Und der wurde verkauft, auf Ebay, am 10. Juni 2016, für 2509 Euro. Hier der Angebotstext:
SENSATION Versuchs-Markenheftchen Burgen Schlösser SELBSTKLEBEND gepr. Schlegel
SENSATION!
Sie bieten auf des abgebildete Versuchs-Markenheftchen „Burgen und Schlösser“. Das MH entspricht der Aufmachung dem ersten selbstklebenden Heftchen der Bundesrepublik, MH 22!
NEUESTES Photoattest Hans-Dieter Schlegel BPP
ECHT und EINWANDFREI
Es ist bisher NUR ein weiteres Exemplar bekannt! Einmalige Gelegenheit!
Das Wort steht in Anführungszeichen, weil – wer weiß es schon, wann, warum, weshalb es produziert wurde! Das Schlegel-Fotoattest sagt dazu nichts, es sagt eigentlich außer über die Echtheit des vorgelegten Stückes überhaupt nichts! Es informiert nur, daß es zwei davon gibt! Sieh mal einer an! Bei Schlegel in Berlin weiß man also von zwei Exemplaren. Warum es sie gibt, ob oder warum nicht weitere, aus welcher wie zu erklärenden Produktion sie es gibt – kein Wort. Auch daß das Stück von höchster Besonderheit ist, läßt der Text in seiner Gediegenheit unerwähnt. Ist ja auch nicht Gegenstand der Prüfung. Was die Post dazu angeleitet hat, dieses MH wann auch immer zu produzieren, zu welchem Zweck (Versuch wegen was? Automatengängigkeit wegen was?), wie es zugehen kann, daß es die heiligen Hallen der Bundesdruckerei oder des Postwertzeichenarchivs oder, oder, verlassen konnte, um als Prüfstück auf dem Tisch des Prüferpapstes Hans-Dieter Schlegel zu gelangen, in welcher Menge die Testmasse hergestellt wurde, warum das eine von zwei Stücken erst jetzt auftaucht? Niente, nada, nichts erfährt man, schon gar nicht vom Verkäufer. Die offensichtliche Mauritius unter den bundesdeutschen Heftchen kommt als, Zitat: „einmalige Gelegenheit“ zu seinem am 10. Juni beendeten Ebay-Angebot und wird bei zwei Geboten für 2509 Euro versteigert. Das Stück gelangt sozusagen klammheimlich auf die Ebay-Plattform – oder ging eine Pressemeldung über das womöglich herausragende, Zitat: „einmalige“ Stück heraus? – und erlebt einen Zuschlag unter Anfügung eines Fotoattestes. Wie wohl der Prüfbetrag festgelegt wurde – vor Verkauf? Eine Rätselpetitesse.
Das Ding wird über Ebay (ArtNr. 272263088571) verkauft, für hoffentlich realiter diesen Betrag und man fragt sich, angesichts der hochkarätigen Saal-Auktionshäuser, die liebend gerne so ein Sensationsstück – selbst als einzige Einlieferung – akzeptieren und präsentieren würden, möglicherweise als Titelbild ihres Kataloges, wie das gehen kann. Was mag sich der Anbieter Haus der Briefmarke mit Sitz in Darmstadt dabei gedacht haben, die Chance auch einer riesigen Außenwerbung für das eigene Unternehmen preiszugeben? Seht her, das kommt von mir, so leistungsfähig bin ich, solche gute Beziehungen zu Kunden habe ich! Bietergefechte bei Müller-Felzmann-Hanseatische-Württembergische & Co? Du meine Güte, wer braucht das denn! Bei Ebay läuft das und gut ist! Auf einer Internetplattform, deren Image durch so viele nachgewiesene Fälschungsfälle schon so viel an Renommee eingebüßt hat. Das so irrsinnig lächerlich ist in seinem Furor, noch das kleines Hitlerbildnis oder Hakenkreuz bei Angeboten zu entdecken, um das eine wie das andere mit dem amerikanischen Siegergestus auch nach 75 Jahren Umerziehung noch zu verbannen, einen völlig ausreichenden Forschungsparagraphen ignorierend!
Wäre das Ding am 1. April versteigert worden, wüßte man, worum es geht. Dieses Stück ist aber kein Aprilscherz, obgleich einem das sofort einfällt, wenn man an den Vorgang, an seine Produktion denkt, an die Selbstwahrnehmung einer ehedem jede Sensationshascherei bzw. Aufruhr im philatelistischen Markt vermeidenden Produktionsabteilung im Bonner Noch-Beamten-Postministerium einerseits oder in der noch staatlichen Bundesdruckerei Berlin andererseits!
Irre!
Philatelie-Digital hat die hier dargebotenen nackten Informationen an die ihm freundschaftlich verbundene BDPh-ArGe RSV zu weiteren Nutzung weitergegeben. Dort gibt es in Fragen der MH-Philatelie viel sachkundigere Leute, die sich der weiteren Eigentümlichkeit der Sache annehmen können. Mit hoffentlich gutem (Berichts-)Ende.
Olympiaden und Olympische Spiele – ein Sammelthema (II)
Philatelie-Digital hat eine klare Meinung zum thematischen Sammeln: Es sollte als reiner Spaßfaktor betrachtet bzw. angegangen werden. Dann kann der Gewinn an Muße und Entspannung riesig sein. Zu risikoreich ist ein auf geldlichen Ertrag durch späteren Wiederverkauf ausgelegtes Zusammentragen. Exponatssammlungen à la Samaranch oder solcher mit der „Handschrift“ großer „olympischer“ (deutscher) Verbandsgrößen bekommt heute keiner mehr zusammen. Selbst deren Wiederverkaufschancen sind inzwischen schmaler denn je, nimmt doch die Zahl ihrer potentiellen Nachfrager in heutigen sich wandelnden Zeiten exponentiell ab. Da können gelegentliche Auktionsverkäufe noch so renommieren wollen.
Poststücke mit Coubertin und anderen großen Figuren der olympischen Bewegung gehören natürlich zum Salz der Suppe einer thematisch ausgreifenden Olympiasammlung. Wer, um ein anderes Beispiel zu nennen, „Marilyn Monroe“ sammelt (Spaßfaktor, sic!) wie der Autor, wird sich erst so richtig freuen, wenn er eine Briefsendung an die Autogrammadresse der Filmschönheit in Hollywood sein eigen nennen könnte – an handgeschriebene Post der Norma Jeane Baker mit Autograph dieses und des Schauspielernamens möchte er gar nicht erst denken!
Im Bild eine Bildkarte zum Thema „Jugend trainiert für Olympia“. Sie datiert auf die Zeit nach den Olympischen Sommerspielen in München 1972 (26.8.-11.9.) und verdankt ihre Herkunft offenkundig den Aktivitäten bzw. Veranstaltungen in Westberlin, für die der damalige Regierende Bürgermeister Klaus Schütz die Schirmherrschaft übernommen hatte. Die Karte zeigte Grüße von Teilnehmern. Unter ihnen (erster Namenszug oben) befindet sich der heutige Sportverbandsfunktionär Michael Gentsch, der von 1972 bis 1981 für die deutsche Nationalelf ruderte und 1976 im Doppel-Vierer bei den Spielen in Montreal teilnahm. Auch so etwas kann ein thematische Sammlung sicherlich aussagekräftig machen.
Olympiaden und Olympische Spiele – ein Sammelthema (I)
Die XXXI. Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro (5.-21. August 2016) ziehen Philatelie-Digital dann doch in den Bann. Nach der teils ermüdenden „Endlosschleife Fußball-EM“ war das kaum zu erwarten gewesen. Doch zu schön die Bilder, zu packend die Ereignisse, zu grandios die Kulisse dieser weltberühmten Stadt, zu groß aber auch die Befriedigung, daß alles vorherige Katastrophengerede über die praktische Durchführung der Spiele in den sog. „Leitmedien“ sich in Luft aufgelöst hat. Es gab schon begeisternde Wettkämpfe, der Autor genoß sie in vollen Zügen vor der Flimmerkiste. Insbesondere freut er sich noch auf die Rhythmische Sportgymnastik. Das ist das Stichwort: 1984 gab die Bundespost einen faszinierend gestalteten Sportmarkensatz heraus, darunter auch die hier zu sehende Marken zu 80+40 Pf mit besagtem Motiv (aus der Bund-Ausgabe).
Das muß man unter Sammlern kaum wiederholen: Sportmarken mit ihren Zuschlägen werden bis heute zu 99,9 Prozent von Sammlern gekauft und bisher auch noch für die Freimachung ihrer Korrespondenz genutzt. Sammler tragen folglich kräftig zur Sportförderung der deutschen Olympioniken bei. Ersteres, der Markenkauf, trifft weiterhin zu, das zweite kaum mehr. Sportmarken, zumal in portorichtiger Einzelverwendung, machen sich seit Jahren rar auf Briefpost. Was es gibt, ist als uninspirierte, lieblos verklebte Händlerverramschung älterer Neuheiten auf Einschreibbriefen (Lieferungen) vom Porto-bezahlenden Empfänger mit steigendem Ärger zu beobachten. Die Gelbe Post mit einer überwiegend schludrigen Stempelung in Agenturen und Briefzentren besorgt den schaurigen Rest und erhöht die Stimmung…
Zur Enthaltung bei der Freimachung kam es allerdings explizit mit den 1984 erschienenen je drei Marken von Bund und Berlin (Ausgabe anläßlich der XXIII. Olymp. Spiele in Los Angeles). Die Berliner Werte sind besonders selten, der Auslandswert (120+60 Pf) erst recht. Nicht mal das topseriöse wie renommierte Briefmarken-Versandhaus Erich Förtsch in Westberlin scheint die schönen Marken der Landespostdirektion für die Briefpost genutzt zu haben. Zur Firmen-Geschichte gehört ja, daß Förtsch seine Werbepost oft von bayerischen Grenzorten weiter ins Bundesgebiet versandte, um sicherzugehen, daß die Normalsendungen sicher und schneller den Empfänger erreichte als eben von Westberlin aus. Beste Bedarfspost von ihm, aber wie andere auch dünn gesät im Sammelmarkt!
Postwertzeichen-Neuheiten, Ausgaben 2. Juni, 7. Juli und 4. August 2016
Bevor es am 1. September nach einigen Jahren Ausgaberuhe mal wieder einen Block (Gefährdete Nutztierrassen) geben wird, gilt es, die Juni- und Juli-Neuheiten aufzuarbeiten. Vorangestellt werden in dem umfangreichen Neuheitenbericht jedoch die August-Ausgaben. Hier mit dabei die diesjährigen Jugendmarken.
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Brexit: Congratulations to the Britains´ Exit
Was für ein 24. Juni 2016! Traumhaftes Sommerwetter, wunderbare Entscheidung: Das Ende vom Brüsseler Kraken-Sozialismus ist eingeleitet. Ganz Europa darf sich bei den britischen Wählern bedanken. Und ganz Europa darf hoffen, daß auf diesem Kontinent Besonnenheit und Klugheit doch noch nicht verloren sind.
Man muß nur sehen, wer jetzt Wortschwall der Empörung und der miesen Unterstellungen produziert, wer Leerformeln und schamloseste Rhetoriken über jetzt als „Fehler in Brüssel“ erkannte supranationale Hegemonialentscheidungen verbreitet. Allen voran sog. „Konservative“ tun sich hervor, wie bei N24 am Mittag des 24. Juni der Vorstandschef von jener Deutschen Bank, die bei Google unter „Skandal“ 472.000 Einträge verzeichnet und zu Milliardenstrafen in den USA wegen Zinsmanipulationen verdonnert wurde.
Kein Einwand ist zu billig wie etwa bei F.A.Z.-online vom selben Tag, die glattweg, ohne einen brauchbaren Beweis vorzubringen, einen Generationenkonflikt behauptet: die Alten als die Unbeweglichen für Brexit, die Jungen für die strahlend schöne globalliberalisierte Zukunft. Der Kommentator dieses seit Jahren schon siechen Print-Blattes, das einst anerkannt eine „Zeitung für Deutschland“ war, versteigt sich in seinem Delirium zum Drohgemälde darüber, wie viele Freundschaften und Heiraten junger Briten jetzt durch „Abschottung“ nicht mehr über Kontinente hinweg stattfinden könnten.
Man ahnt die Schlammschlacht, die es gäbe, würde hierzulande eine auf Erfolg gerichtete DExit-Kampagne beginnen, bei der endlich auch der 1993 in Maastricht noch von Kohl/Waigel in den Senkel gestellte Deutsche sein Schicksal selber bestimmen könnte!
Zum Markenbild (Großbritannien, Mi. 1750; E: 1998): Eric Morecambe (1926-1984), hochgeehrter britischer Komiker, der 1968 bis 1977 in der alljährlichen „Christmas Show“ in der BBC 20 Millionen Zuschauer und mehr an den Bildschirm holte, wurde 1999 zur „Witzigsten britischen Person des 20. Jhdts.“ gewählt, noch vor Monty Python-Mitglied John Cleese. Er unterstützte den verhaßten Konservatismus einer Maggy Thatcher, die für ihre EU-kritische Haltung bekannt und berüchtigt war, und gratulierte ihr nicht nur zur Wahl 1979, er wünschte ihr auch Glück bei den ersten „Europa“-Wahlen 1979, bei denen die Konservativen 60 von 78 Sitzen im eigenen Land errangen. Sein Portrait auf der Briefmarken ist zeitloser denn je!
Bonner Postphilatelie fremdelt ziemlich mies
Der Autor hat zu seinen Redakteurszeiten – leider – erleben müssen, daß und wie der deutsche Händerverband APHV (Köln) vor der ach so mächtig apostrophierten Deutschen Post und in Sonderheit deren Angebotspraktiken via Versandstelle Weiden „den Schwanz eingezogen hat“. Aber über Tote soll man ja nicht schlecht reden – dabei ging es nie um den „einen“, wie immer nicht. Die letzten Jahre ist es der preiswerte zentrale Erwerb von Paketmarken für die Mitglieder, der Köln bis auf weiteres kuschen läßt oder was auch immer.
Tatort ist die neueste Verkaufsliste Philatelie aktuell 2/2016. Dort offeriert die Versandstelle neben wieder mal so allerlei „Begehrtem“ (Wortlaut!) eine Reihe von „Schmuckbogen“ (Es sind Kleinbogen – doch wenn man werbeschmückend auch Schmuckbogen tönen kann?). Allesamt sind es Auslandsneuheiten. Auch das ist ja seit Jahren nichts Neues mehr, daß Weiden von Bonn zum Postwertzeichenlieferanten auch für auswärtigen Neuheitenschmonzes degradiert wird (die verordnete Selbstwahrnehmung ist natürlich eine gänzlich andere).
Der Autor, der seinen Blog für all diese „schöne Neuheitenwelt“ grundsätzlich nicht zur
Verfügung stellt, regt sich auf. Es regt ihn auf, wenn die Post (der wir uns Sammler gewiß noch immer nahe fühlen) ihre eigene Kundschaft offensichtlich für blöd hält. Und die, wenn es zum öffentlichen Widerspruch käme, die Dinge vernebelnd das bekannte Gewäsch von „Spaß an der Freude-Sammeln“ aussenden würde. Dabei ist sie auf die Geldbörsen von jenen aus, die den ganzen Betrieb (Sammeln „komplett“ von dt. Neuheiten) überhaupt noch am laufen halten.
Der oben gezeigte, 1995 in den USA erschienene „Schmuckbogen“ zum Gedenken an die tragische Filmschönheit kostet bei der VS Weiden schlappe 19,50 Euro (übrige von Humphrey Bogart und James Dean genau soviel), plus Porto. Bei Ebay, wo solche und ähnliche
Neuheitenangebote meist über Delcampe-Niveau zu liegen pflegen, wurde der KB Ende Mai überwiegend weit unter 19,90 € angeboten, in mehreren Fällen für 9.90 € / 10,99 €, dabei sogar noch portofrei (bei der Post Bestellg. ab 20 €). Doch selbst bei ebay.com (USA) kann man seit Monaten preisgünstig fündig werden; da gibt es gleich drei Bogen „Marilyn Monroe“ für sozusagen einen, für 22,50 US$ (bei natickmwj).
Inwieweit den organisierten Handel das Weidener Verkaufsgebaren bei Marken-Standardware (Angebote Bund-/Berlin-/Deutsches-Reich-Standardware noch aufregt, entzieht sich dem Schreiber, ist ihm auch egal. Den Verband könnte es allerdings interessieren, daß besagte Verkaufsliste ein CEPT-Postfrisch-Angebot mit allen 1956 erschienenen Marken für 279 Euro „kredenzt“. Warum? Rund 200 Euro pro Käufer sind dem deutschen Briefmarkenhandel potentiell entzogen, wenn Sammlermichel diese 6 postfrischen Einzelsätze bei der Post kauft statt im Onlinemarkt: Ohne Mühe waren bei Delcampe und auf Ebay.de Angebote für 69 Euro („diezacke“; Großanbieter auf den Plattformen) zu entdecken. Über Boreks turmhoher Preiswelt, die sich in den Bonner Verkaufslisten ja seit 2001 austoben darf, ist eigentlich jedes Wort zuviel. Oder doch noch dieses: Angebot CEPT Bundesrepublik „60 Jahre Europamarken“, 104 Sondermarken + 1 Block, postfrisch, alles „hochwertig im gestalteten Festeinband“, für 69,90 Euro.
Sind das nicht die Marken, bei denen von Erben um Ankauf gebetene Händler nur die Schultern zucken und die genervten unter ihnen die Leute mit dem Satz wegschicken „Damit können Sie zu Hause gern Ihre Wände tapezieren, das ist sinnvoller!“?
Wo ist Lemmy Kilmister
Deutsche Post und das Sensationsblatt mit den vier großen Buchstaben, das für viele in Menschen in diesem Land irrigerweise auch Tageszeitung genannt wird, bringen nächste Woche eine Marke Individuell in Erinnerung an den Leadsänger der Heavy-Metal-Formation Motörhead in den Verkauf. Philatelie-Digital, sein Schreiber ist Rockmusikfan, liefert dazu noch ein paar Hintergründe.
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