Test mit Matrix-ATM geht in die Verlängerung

Mit der Mitteilung vom 17. Mai 2019 gibt die Deutsche Post AG über ihre Pressestelle in München bekannt, was sich nach der „Totenstille“ seit Ende März, dem bisher angekündigten Pilotende, längst schon abzeichnete. Daß es weitergeht mit dem Test selbstklebender Matrix-ATM, bis Ende kommenden Mai. Man schiebt sogar noch ein „voraussichtlich“ ein. Es seien „noch mehr verläßliche Daten“ nötig. Noch erstaunlicher ist, und damit offenkundig an Zielstellungen gewissenhaft wahrgenommener Postgeschichte uninteressiert sich zeigend, daß im Pressetext als Pilotbeginn nur noch pauschal „Dezember 2018“ genannt wird. Man vermeidet damit eine Festlegung auf die beiden bisher genannten Termine 18. und 21. Dezember 2018.

Mit dieser Verlängerung und dem Hinweis auf eine „gern“ wahrgenommene „Stempelung“ der Matrix-ATM bei „den Stempelstellen der Philatelie“ (um welche geht es dabei, oder ist doch einzig Weiden gemeint?) erfüllt sich auch die zweite Ahnung seit Erscheinen der ATM: Daß sie bei der Versandstelle zum Verkauf kommen („Bestellungen können bereits jetzt … in Weiden ein?!gestellt“ werden). Frage: Auch die ATM mit den im Markenbild in Klarschrift genannten Produktionsmonaten Dezember, Januar, Februar, etcetera? Dritte Ahnung: Genau das wird nicht geschehen! Kann ja auch nach Lage der Dinge gar nicht! Wie sich da die Fummler und Gerätebelagerer in Bonn, Brühl und  Köln freuen werden!

Inzwischen wurde von Händlerseite bekannt, daß der MICHEL die Matrix-ATM mit Herkunftsangabe „Deutsche Post“ – also nicht: DEUTSCHLAND! – als laufende Nummer 10 notieren wird. Man begründet das mit der Bildwiedergabe der ATM 7, in der verkrümelt-schemenhaft die Zeile „Deutschland“ zu sehen ist. Es war, nebenbei, Bonn kein anderes Bild für die Pilot-ATM auf die schnelle eingefallen. Kann, wird so sein. Was nicht sein kann: Daß man ein Wertzeichen mit eindeutiger Charakteristik einer Internetmarke (oder Marke Individuell) nicht nur als katalogfähig betrachtet, sondern statt es als eine Fußnote zu behandeln nun gleichrangig mit anderen Hauptnummern in den Katalog stellt. Aber was regt sich der Schreiber über fachliche Verluderungen auf, weiß er doch, daß es letztlich außer einem bayerischen  „Mir san mir“ ums Geld geht.
Deutschland aktuell / Philatelie-Digital 5/2019

Pressemitteilung Deutsche Post im Pdf-Format bitte herunterladen: München_Bonn_Philatelie_Neue_ATM-Pilot_PWZ_verlängert

Darf man sich auch mal selber wundern!

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Dem Leser und Sammler Nutzen bringen – in diesem Sinne, bis zum nächsten „Etappenziel“ (2024)!
Werner Rittmeier (Herausgeber)

Post stoppt Plattenfehler-Prüfservice

Das war´s! Am kommenden 1. April – das ist kein verfrühter Scherz! – beendet Hans Zerbel, viele Jahre Druckfachmann der Bundesdruckerei, seine nach Aussscheiden aus der Behörde von der Deutschen Post AG bezahlte Tätigkeit als Gutachter. Plattenfehler-Feststellungen von „höchster Stelle“ gehören damit endgültig der Vergangenheit an.

Als PDF-Anhänge finden Sie, lieber Leser, die Pressemitteilung der Post dazu vom heutigen Tage, dem 28. Februar, ferner einen sog. Offenen Brief, der angesichts des Vorhabens der Post, nur noch Euromarken begutachten zu lassen, 2012 an die Fachpresse ging inklusive einiger damals im BDPh-Leserforum veröffentlichter Reaktionen und schließlich einen Kommentar des Blog-Herausgebers zur heutigen Entscheidung der Bonner Postzentrale.
– – Deutschland aktuell / Philatelie-Digital 4/2019

Vollständige Beiträge im Pdf-Format bitte herunterladen: Ende Post-Gutachterservice – _PrMitt 28.2.2019 und Prüfung von Bund-Plattenfehlern – Offener Brief von Philotax (2012) und Kommentar_

Matrix-ATM: Die vorerst letzte Meldung!

Das Trauerspiel des Pilots findet jetzt also bei vier der fünf Testorte erst morgen bzw. übermorgen seine Fortsetzung.
Da Leser hierzu Fragen stellten diese Klarstellung: Für Philatelie-Digital sind angesichts der eigenen inhaltlichen Zielsetzung Berichte zu aktuellen Ereignissen die Ausnahme. Messevorberichte gehören dazu, auch postgeschichtlich bedeutsame Ereignisse wie Ausstellungen. Will sagen: Von diesem Pilot wird erst wieder berichtet werden, wenn seine offizielle Beendigung mitgeteilt wird. Es ging von Beginn an darum, einem inzwischen klassischen, aber leider in der Breite geringgeschätztem Postautomationsangebot publizistisch die Referenz zu erweisen.
Im übrigen gilt die am 25. Januar an dieser Stelle formulierte Position: Matrix-ATM sind nichts als Marken Individuell. Kein Bund-Sammler benötigt sie, kein Länder-Markenkatalog muß sie notieren, kein Verlag von Albenvordruckseiten führen. Aber: Für Postautomationssammer sind sie – wie es aussieht – von beträchtlichem Interesse! –– Philatelie-Digital 3/2019