Preisverzeichnis der Post mit Stand 1.1.2020 für die Tonne / Dialogpost seit Januar wieder mit Variante „Postkarte“

         

     Die Bonner Post macht in Sachen Paketpreise einen Rückzieher – und den unerwartet schnell. Was man sonst verächtlich Populismus nennt, ist hier verantwortungsvoll und kundennah. Was bedeutet, daß man es vorher nicht oder zuwenig war. Damit nichts Neues in deutschen Landen mit viel Moral und immer weniger Sachverstand. – – Philatelie-Digital 2/2020

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Deutsche Post: Alles Neue zum 1. Januar 2020 (2) – Frachtpost teils teurer

Nach mindestens drei Jahren Preisstabilität verändern sich die Online- und Filialpreise für einzelne nationale Paketprodukte und weitere Angebote im Frachtdienst. Die guten Nachrichten zuerst: Die Entgelte für das Kleinpäckchen (XS) und das wohl am meisten am Schalter aufgegebene Paket, das bis 5 kg, bleiben unverändert bei 3,79 Euro bzw. 7,49 Euro.

Jedoch verteuern sich u.a. die Filial-, also die Preise bei Schalteraufgabe für das Normalpäckchen („M“) von 4,50 Euro auf 4,79 Euro und für das Online-Paket 5 kg von 5,99 Euro auf 6,49 Euro. Auch das Online-Päckchen M wird um 10 Cent teurer (4,49 €).

Bei dem im angehängten pdf-Dokument ausgewiesenen „Pluspäckchen“ handelt es sich, wie Philatelie-Digital aus Bonn erfuhr, um ein zeitlich begrenztes Weihnachtsangebot. Die Sendungsform wurde bekanntlich schon vor vielen Jahren abgeschafft.

Für den Bedarfspostsammler geht der Kelch einer neuen Kleinpäckchenmarke also erst einmal vorüber, doch wird die Post die Gelegenheit nutzen, eine 4,79-€-Blumenmarke an die Schalter zu bringen. Es geht also auch 2020 beim Neuheitenerwerb teuer los. — Philatelie-Digital 12-2019

PDF-Dokument bitte herunterladen: DHL-Frachtpreise 1.1.2020

 

Deutsche Post: Alles Neue zum 1. Januar 2020 (1) – Bücher- und Warensendungen-national

Ab morgen, dem 1. Januar, sind die schon im letzten Sommer angekündigten Entgelte der neuen, vereinheitlichten nationalen Sendungsart „Bücher- und Warensendung national“ endgültig zu entrichten. Sie waren schon für den 1. Juli 2019 vorgesehen, doch setzte die Post aufgrund von Protesten u.a. aus dem Buchhandel das Inkraftreten der neuen Entgelte für die Dauer von sechs Monaten aus. Das Entgelt bis Sendungen bis 500g beträgt 190 Cent, bis 1000g 220 Cent.

   W.-Sdg-Groß vom 11.18.2019

Entscheidend an der neuen Sendungsart ist die stark vermindete Sendungshöhe von fünf Zentimetern (bisher 15 cm) bei beiden Gewichtsoptionen. Diese um zehn Zentimeter weniger zulässige Sendungshöhe zwingt bei fraglichen Sendungen zum Versand in teureren Päckchen oder als Paket (Einzelheiten hierzu s. Beitrag „Büchersendung“ von 120 Pf auf 190 Pf“ (PhilDig 5/19; dort Dok. Pr-Mitt. der DP). An dieser Stelle ist festzuhalten, daß es anders als im Auslandsdienst keine Onlineversandoption für Einzelsendungen („Warenpost“; bezahlbar nur mit Internetmarke) gibt.

Fazit: Die seit dem 1. Juli 2018 geltenden Preise von 120 Cent für „Büchersendungen“ (bis 500g) und 170 Cent (501-1000g) bzw. für „Warensendungen“ zu 130 Cent (bis 50g; Nennwert nur als ATM!) und 220 Cent (51-500g) hatten eine effektive Laufzeit bis 31. Dezember 2019. Doch die Praxis am Schalter sah in den vergangenen Monaten wohl anders aus. Versender von „Büchersendungen“ wie die BDPh-ArGe RSV e.V. verschickten ihre Rundbriefe (bis 500g) zum teureren Großbriefentgelt (155 c). Philatelie-Digital ist nicht bekannt, daß die Post ihren Annahmestellen intern diese Möglichkeit als Angebotsvariante „angewiesen“ hätte im Falle, daß die Einlieferer die noch teurere, aber zeitlich aufgeschobene Variante „190 Cent“ nicht akzeptieren wollten. Die Post hat also in den vergangenen sechs Monaten die Versender schlichtweg abkassiert.

 
  Rundbrief, als Großbrief versandt, 18.12.2019


Rundbrief zum ermäß. Entgelt, 19.6.2019

Was die „alten“ Warensendungsentgelte (130c/220c) betrifft, könnte Bonn dieses Spielchen ebenso durchgezogen haben. Andererseits ist die Realität längst die, daß diese beiden ermäßigten Sendungsarten insbesondere seit Einführung der Online-Bezahlformen (Stampit 2001, Nachfolger Frankit, Internetmarke 2009) bei ohnehin schon viele Jahrzehnte zulässiger DV-Freimachung (DV=Datenverarbeitung) überwiegend markenlos in den Versand gingen. Das wird noch mehr auf das neue vereinheitlichte Produkt vom 1. Juli 2019 zutreffen.

Anzumerken ist hier außerdem, daß seit Preisverzeichnis Stand 1.1.2016 im Abschnitt „Mengenversand“ (!?) die Post zusätzlich die beiden Optionen „Maxi bis 1000g, H 5 cm“ (220 c) und „Maxi bis 1000g, H 15 cm(!) (235 c) anführte. Sie haben sich mit dem 1. Juli 2019 erledigt. Mit diesem Datum führte die Post für den nationalen Markt aber die neue Massen-Sendungsart „Warenpost“ ein. Sie bietet bei Vertragsabschluß Sendungsverfolgung und verlangt preisabgestuft Mindestmengen (200 bzw 1000 Stück pro Jahr). Bezahlformen sind auch hier nurmehr Internetmarke, DV-Freimachung und sonstige automatische Frankierungen.

Mehr Übersicht: Im zuletzt veröffentlichten Beitrag „Neu: Dialogpost-Inhalte… / Mit BÜWA kennzeichnen“ finden Sie sämtliche Entgelte für die beiden Sendungsarten sowie des jetzt vereinheitlichten Produktes. Zu diesem 1. Januar hat die Post zwei Mitteilungen zur Internationalen Post veröffentlicht. Sie finden diese Dokumente hier als angehängte pdf-Dateien. — Philatelie-Digital 12-2019

 PDF-Dokumente bitte herunterladen: Preisblatt Brief International 1.1.2020 und Preisblatt Brief International 1.7.2019 und Bücher- u. Warensdgn Übergangsfrist_PM 26.9.2019

Intern. Briefmarken-Börse Sindelfingen 24.-26. Oktober 2019

In einer Woche ist es für den internationalen Sammler- und Händlertreff wieder soweit. „Sindelfingen“ öffnet wie alljährlich seine Tore. Philatelie-Digital hat die wichtigsten Informationen zusammengestellt (pdf-Dateien) und wünscht allen Besuchern und Ausstellern einträgliche Börsentage – und vor allem gute Stimmung!

Sammler, Neu- und Wiedereinsteiger finden wie immer ein reichhaltiges Angebot vor: Briefmarken, Briefe, Ansichtskarten und Ganzsachen, hochwertiges Zubehör vom Album bis zur aktuellsten Sammel-Software. Zahlreiche Händler, Postverwaltungen, Auktionshäuser und Fachverlage machen ihre Aufwartung. Und natürlich ist wieder die Deutsche Post mit ihrem gewohnt umfangreichen Angebot präsent.

Über 35 Arbeitsgemeinschaften und Verbände nutzen Sindelfingen diesmal und freuen sich an ihren Ständen auf Besucher, sie sind gewappnet für große und kleine fachliche Anliegen. Im Wettbewerb „Goldenes Posthorn“ konkurrieren wie immer hochkarätige postgeschichtliche Sammlungen um den 1. Preis.

Auf Kunstinteressierte wartet die bei Christoph Gärtner (Ludwigsburg) vor einiger Zeit für viel Geld versteigerte Bildkarte des Malers Picasso mit ihrem handgemalten Gruß an den Freund und Dichter Apollinaire. Zu sehen ist diese Kleinstzeichnung (die nur auf dieser Ansichtskarte existiert) am Stand des Landesverbandes Südwestdeutscher Briefmarkensammler-Vereine im „Zentrum Philatelie“ (Messe-Empore). Zusätzlich stellt der LV noch eine Picasso-Motivsammlung in mehreren Rahmen aus.

Für ganz junge Sammler gibt es die „Haustiertage“, der Landesring Süd-West verantwortet diesen über die gesamten Messetage dauernden Veranstaltungsteil. Des weiteren die JUGEND-ERSTE-HILFE-TAGE; sie werden in Partnerschaft mit der Motivgemeinschaft Rotes Kreuz e. V. und Deutsches Rotes Kreuz durchgeführt.

Ort: Messe Sindelfingen
Öffnungszeiten:
Do – Fr 10 – 18 Uhr
Sa 10 – 16 Uhr
Eintritt frei

Anreise mit dem Auto: Singen, Abfahrt Sindelfingen, Messegelände Mahdentalstraße. – Kostenloser Pendelbusverkehr ab S-Vaihingen.

Vollständige Beiträge im Pdf-Format bitte herunterladen: Ausstellerliste,  Postgeschichte Live Symposium 2019 und Postgeschichte Live – Programm 2019_

–– Philatelie-Digital 10/2019

Heavy-Metal-Fans stehen auf „Gelb“

   „Gelbe Oase“ im Gewumme zwischen Screaming und Shouting

Der private Brief, die Postkarte – beide vor der völligen Bedeutungslosigkeit? Nicht so in in dem schleswig-holsteinischen Dorf Wacken während des alljährlichen, inzwischen legendären Heavy-Metal-Festivals! — Philatelie-Digital 9/2019, Ordner „Angemerkt“

Post-Presse-Mitt. vom 5.8.2019 bitte herunterladen: Metalheads lieben Postkarten_

Phantastische DDR-Bedarfspost bei Jennes & Klüttermann

   DDR 731 (2), MeF, auf Eil-Wertbrief 5.7.1960

   DDR 771, EF, auf Wirtschaftsdrucksache 25.6.61

   DDR 865, EF, auf Drucksache-Ausland, Luftpost

Der Schreiber kommt leider ein bißchen (sehr) spät mit dieser Meldung, aber ein sehr hartnäckiges und ihn immer wieder für Tage lahmlegendes Rückenleiden (einmal im Jahr, paradoxerweise meist zur warmen Jahreszeit!) machte es unmöglich, sich a) auf Gedrucktes einzulassen und b) einen schweren Auktionskatalog in die Hand zu nehmen und durchzublättern (Dieses haptische Erlebnis zieht der Schreiber einem Online-Katalog immer noch vor!). Leidensgenossen wissen, was passiert, wenn Gewichte die Körperbalance nur um Millimeter beeinträchtigen…

Das ändert aber alles nichts daran, daß die 75. Auktion von Jennes & Klüttermann (Köln) an diesem 3. August 2019 DDR-Briefpreziosen bereithält, wie man sie in dieser Fülle lange nicht mehr gesehen hat.  Die Losnummern 8408 bis 8687 haben es schwer in sich! Eine beeindruckende Sammlung wird von den Kölnern aufgelöst, der Name Sammlers wird dabei jedoch nicht genannt. Die Ausrufe für die überwiegende Zahl der Einzelfrankaturen (EF) sind maßvoll, bei Mehrfachfrankaturen (MeF) allerdings reden J&K sozusagen Tacheles. Viele DDR-MeF, portorichtig natürlich, sind in aller Regel ein schwieriges Feld und überzeugende und noch dazu portorichtige Stücke sind grundsätzlich selten. Seltener als die meisten Bund-MeF.

Ins Auge fällt dem aufmerksamen DDR-Briefpostsammler so ziemlich alles, dem Schreiber insbesondere diese drei Stücke, unter denen die 15 Pf „Fischotter“ aus dem „Porzellan-Meissen“-Satz von 1960 einen besonderen Nostalgiewert besitzt. Denn wer unter den jungen-älteren Sammlern(!) erinnert sich nicht an die Auswahlhefte von UNIPHIL aus Freilassung, wo der Anfänger mit wenig Groschen im Portemonnaie diesen Satz gestempelt vorfand, weil der ihn irgendwie beeindruckte und meist auch am Anfang des Auswahlheftes zu finden war und der sich dann irgendwann später, nach dem Kauf des ersten Markenkataloges, mit Entsetzen als Lückensatz entpuppte. „Lücken-Philatelie“ der 60er –  die wertvollen und teuren Sperrwerte (verknappte Auflage) machten es möglich. Aber wie Auktionen in den letzten Jahren bewiesen, wurden auch Sperrwerte für die Freimachung genutzt. Aber es sind seltene Stücke bis heute.

Wer sich noch „einklinken“ will ins Online-Angebot, hier die Adresse: https://www.jennes-und-kluettermann.de/ng/75/p86_stgb.php. Philatelie-Digital wünscht viel Bieterglück! — Philatelie-Digital 8/2019

Tarif 1. Juli 2019: Nachtrag (III) – Dialogpost teurer

Wie einer von der dts Nachrichtenagentur (Halle/S) am 4. Juli verbreiteten Meldung zu entnehmen ist, müssen die Großkunden der Deutschen Post erst ab neuem Jahr mit einer Verteuerung ihrer stark ermäßigten Briefpreise rechnen. Änderungen betreffen nach diesem Bericht dann auch die Dialogpost, ein „2,2 Mrd. schwerer Geschäftsbereich“. So werde sich das Entgelt für die Standardsendung (20g) um 2 Cent auf 30 Cent erhöhen. Es ist anzunehmen, daß sich auch die übrigen Gewichtssegmente verteuern, wie sicherlich auch die Preise für Sendungen nach internationalen Zielen.

Die Dialogpost ist bei ihrer Mindesteinlieferungsmenge von 4000 Stück bundesweit oder 200 Stück je Leitbereich (ersten zwei Ziffern der PLZ) nicht Gegenstand der Post-Universaldienst- leistungsverordnung (PUDLV). Wie dts meldet, soll die Mindestmenge, was eine bundesweit gestreute Einlieferung betrifft, fortan 5000 Stück betragen.

Die 28-Cent-Massendrucksache ist also am 1. Januar 2020 passé, das gilt auch für die Plus-Ganzsachen in dieser Wertstufe.

   Großbrief, 2015, mit 144-c-Freimachung.

Kulanzfrist endgültig beendet

Zahlreichen Presseberichten vom 4. Juli war zu entnehmen, daß die Deutsche Post seit jenem Donnerstag (oder vielleicht auch schon Mittwoch) unterfrankierte, nach altem Tarif freigemachte Sendungen nicht mehr durchgehen läßt. In diesem Sinne gibt der „Münchner Merkur“ einen Postsprecher wieder, der des weiteren anmerkte, daß die Post fortan solche Sendungen zurückgebe (womit er wohl die Schalteraufgabe gemeint hat) oder beim Empfänger Nachentgelt verlangen werde. Beim Standardbrief sind das bekanntlich 70 Cent Einziehungsentgelt, bei Groß- und Maxisendungen sowie Bücher-/Warensendungen 200 Cent, hinzu kommt das jeweils fehlende Porto.

Eine nie aufgehobene Sonderregelung hier dazu datiert auf den 1. Januar 2006. Damals wurde das Entgelt für den (nationalen) Großbrief von 144 Cent auf 145 Cent „vereinfacht“. Mit den zahlreich erschienenen Marken in alter Nominale freigemachte Sendungen hätten um 1 Cent ergänzt werden müssen. Diesen Wert gab es nur in einem ATM-Drucker, der wiederum nicht jedem Postkunden zur Verfügung stand. Die Post erließ intern die pragmatische Regelung, solche Sendungen nicht zu beanstanden. Grundsätzlich galt sie fort bis zum vergangenen 30. Juni. Seit dem 1. Juli 2019 kostet der Großbrief 155 Cent. Damit hat sich die Kulanzregelung vom 1. Januar 2006 endgültig erledigt.

Was die Kulanz dieser Juli-Tage nun betrifft, ist auch sie einzig für den Briefpostsammler wirklich interessant. Er wird von unterfrankierten Sendungen mit Poststempel bis 3. Juli nicht sprechen können. Neu ist das Ganze allerdings auch nicht. Seit jeher hat die Post so verfahren, und als es die DBP noch gab, machte selbige sogar in ihrem Amtsblatt darauf aufmerksam! – – Philatelie-Digital 8/2019

Dokument bitte herunterladen: PUDLV – Post-Universaldienstleistungsverordnung