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Aktuell: Deutsche Post testet Matrix-ATM

   Quelle: Heinz Friedberg

Große Überraschung für Postautomations- und damit Briefpostfreunde: Wie als wollte sie Weihnachten die Ehre geben, beschert die Deutsche Post ihren Kunden ein Postwertzeichen, das es so noch nie in Deutschland gegeben hat: eine Briefmarke mit – bildlich – eingearbeiteter Matrix. Die (verkürzte) Datumsangabe spricht zwar gegen eine ATM, eine ATM bisheriger Art. Aber auch hier wird man wohl umdenken müssen und die Funktion sehen, die so eine Zeile haben wird bzw. tatsächlich hat: Sie drückt nichts weniger als das Anfangsdatum der Gültigkeit des Wertzeichens aus. Sprich: Diese neuen ATM sind nur begrenzt postgültig! Wie alle Internet- und Digitalmarken (Schalterlabel) kann auch diese neue ATM von den elektronischen Briefaufstellmaschinen problemlos gelesen werden.

Wie Informant Heinz Friedberg, einer der ersten in Deutschland, der von dieser Neuigkeit Wind bekam, vermutet, ist mit einer halbjährlichen Gültigkeitsdauer zu rechnen. Und warum diese Fristsetzung? Weil mittlerweile wie Briefmarken auch ATM im großen Stile gefälscht werden, wodurch die Ertragsbilanz des stagnierenden Briefgeschäftes empfindlich gemindert wird .

Besonderes Objekt der Begierde sind ja die aktuellen naß- wie selbstklebenden 145-Cent-Marken, sozusagen die 50-Euro-Scheine bei Briefmarken. Anmerkung: Selbige Banknote – erinnern Sie sich noch an Sprachdelirien der Eurobanker- und Politiker im Januar 2002? – sollte ja wie alle Scheine in Euro fälschungssicher wie keine zuvor sein. Ein Witz, ein übler Fake der Regierenden. Wozu dann auch gehört, daß man in den letzten Jahren von dem potentiellen Schaden der 500-Euro-Scheine faselt, die das „stalinistische“  Brüssel bekanntlich abschaffen wird (als erster Schritt, den Bargeldverkehr ein Ende zu bereiten, um die Geldströme des kleinen Sparers im Euro-Raum zu überwachen: Internationaler Geldkapitalismus-Jakobinismus pur! ).

Und wieder einmal sei das Ganze ein Test, wie Heinz Friedberg im Gespräch mit Philatelie-Digital am 2. Weihnachtstag anmerkt. Er wußte auch, daß der erste Automat in Bonn schon wieder defekt ist. Das wäre dann nichts Neues. Kennt man seit den 90er Jahren, als die Post ihre Automation der Frankierung und Bearbeitung (ABAS, PIA, Samkyung-Briefstation, Telefrank) versucht hat voranzutreiben.

Noch das zur Entstehung dieses Beitrags: Philatelie-Digital, dem Autor Heinz Friedberg mit seiner ehrenamtlichen, schriftleitenden Tätigkeit für die elektronische Zeitung seines Sammlervereins in Dietzenbach seit langem freundschaftlich-publizistisch verbunden, hat diese Meldung am 2. Weihnachtstag erhalten. Sie wird hier im besten Sinne der Ursprungsidee des Internet unentgeltlich zur Verfügung gestellt, verbreitet und – natürlich – im Original wiedergegeben!

Weitere Einzelheiten, diesmal von der Post (philatelistische Pressestelle in München!) sollten wegen der Bedeutung der Neuerung demnächst folgen müssen!

Bis dahin kann sich Philatelie-Digital der Aufforderung des Sammlerfreundes, der außerdem seit vielen Jahren auch als Rundbrief-Redakteur der ArGe Briefpostautomation e.V. fungiert, nur anschließen: Augen auf im Sammelalltag und Frühbelege sichern! — Philatelie-Digital 13/2018, „Deutschland aktuell“

Vollständigen Beitrag im Pdf-Format bitte herunterladen: Versuch mit neuartiger Automatenmarke