Intern. Briefmarken-Börse Sindelfingen 26.-28. Oktober 2017

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Händler, Postverwaltungen, Fachverlage, Auktionshäuser, Arbeitsgemeinschaften und Verbände in großer Zahl machen vom 26. bis 28. Oktober in Sindelfingen-Messe ihre Aufwartung. „Sindelfingen“ ist der Top-Termin im Phila-Deutschland, für Briefmarkenfreunde und für Neueinsteiger. Doch auch für nur Neugierige lohnt sich ein Besuch, zumal bei kostenlosem Eintritt. Es gibt wie jedes Jahr viel zu entdecken, vor allem für das kleine und manchmal auch für das große Geld.

Besondere Programmpunkte:
– Thurn-und-Taxis-Salon (50jähriges Bestehen der gleichnamigen Sammler-Arbeitsgemeinschaft; Ausstellung von Sammlungen der Spitzenklasse)
– Internationaler Ausstellungswettbewerb „Goldenes Posthorn“
– Beratung an drei Tagen durch eine große Zahl von Verbänden und ArGen
– Sonderschau und Vortrag zum wohl größten und berühmtesten Sammler aller Zeiten, Philipp von Ferrari (1850-1917)
– Jugend-Eisenbahntage des Teams Briefmarkenjugend Süd-West (zentraler Treffpunkt für Kinder und Eltern)
– Postwertzeichen-Neuheiten (Messestand: Versandstelle Weiden):

Öffnungszeiten
Do. + Fr. 10 – 18 Uhr
Sa. 10 – 16 Uhr
Der Eintritt ist frei

Weitere Veranstaltungsdetails s. pdf-Dateien (Hinweis: Philatelie-Digital standen anders als in den letzten Jahren leider keine gestalteten PDF-Seiten des Veranstalters zur Verfügung. Die hier vorgelegten PDF-Dokumente sind eigene Zusammenfassungen, die gleichwohl dem Zweck genügen können): AusstellerlisteMesseauftritte A bis Z – spezialisiert und Postgeschichte Live

(Philatelie-Digital 17/2017)

Selbstklebende für Kriminalistik wertlos / Glosse

Einem Pressebericht vom 29. August zu einem Prozeß in Nordrhein-Westfalen gegen einen Erpresser zufolge wurde dieser mit einer heutzutage gängigen wie erfolgreichen Technik entlarvt. Der Mann hatte seine “Geldforderungen” mit der Post verschickt und dabei, logisch, Briefmarken zur Freimachung genutzt. Nicht irgendwelche, sondern solche heute ja so unmodischen – mit Naßgummi. Die muß man, wie schrecklich, wenn nichts anderes greifbar ist, mit Speichel anfeuchten. Beim Erstellen der Erpresserbriefe selbst hatte der Mann “agentenclever” Handschuhe getragen. Die DNA auf der Markenrückseite zu entdecken war für die Kriminaltechniker offenkundig ein Kinderspiel. Ein Stück aus dem Kuriositätenkabinett, das schon deshalb auf diesen Seiten eigentlich nichts zu suchen hat.

Die Lage ist aber ernster, trotzdem natürlich mit diesem Seitenblick nicht weniger kurios und für den einen oder anderen sogar erhellend.

Bekannt ist seit nun schon mehreren Jahren: Selbstklebende Postwertzeichen beherrschen den Markenverbrauch in Deutschland immer mehr. Das briefliche Erscheinungsbild – Frankatur – ist dadurch inzwischen zur Einöde verkommen (an deren Zustandenkommen leider zu viele Sammler wesentlich mit beteiligt sind, als sie selber für ihre Korrespondenz ausschließlich Selbstklebende verwenden; der Blog-Inhaber kann darüber bei seinem Postfacheingang eine klare Meinung haben). Viele der naßgummierten Neuheiten landen nur noch in Alben. Die Sammler selbst nervt, daß sie, wenngleich die philatelistische Sachlage klar ist, diese bildgleichen und manchmal auch formatgleichen, in der Perforation aber doch unterschiedlichen Marken mindestens zweimal kaufen müssen, um komplett zu sein.

Vor dem Hintergrund des oben geschilderten Sachverhalts stellt sich damit die Frage: Sind alle Nutzer von Selbstklebenden potentieller Verbrecher, weil sie sich mit dieser Klebesorte unerkennbar machen? Und die “Apologeten” der naßgummierten Marken  Trottel, weil sie ihr – eventuell potentielles – Tun nicht zu Ende denken?

Oder ist alles ganz anders? Ist die massive Ausweitung bzw. Propagierung der Nützlichkeit von Selbstklebenden vielleicht nicht doch eine Angelegenheit höherer Politik, deren Überschrift dem deutschen Bürger satt-klebend vertraut ist: Wir schaffen das! Wir schaffen es, das Briefmarkensammeln mit seiner Ödnis markenbrieflicher Anschauung – Grafiker- und Werbefuzzis sagen dazu schwiemelnd “Anmutung” – endlich in den postalischen Mülleimer zu kippen? Was ist mit der Markenvielfalt? Hilfe, was für ein Teilwort! Vielfalt Ist ja im “progressiven” ideologischen Politjargon unbedingt anzubringen, gleichsam als Betformel.

Es ist doch so: Durch reine Nutzenerwägungen (sog. “teureres” Handling von naßklebenden Marken im Postbetrieb) wird mit dem Exotendasein von naßgummierten Neuheiten der schon jetzt deutlich erkennbare bildliche Marken-Friedhof zementiert und damit die Verabschiedung vom Neuheitensammeln bei immer mehr Sammlern.

So also ist “Vielfalt” ergänzend zu verstehen! Es ist das Vielfaltsgequake der ideologischen Betonköpfe, das die Gehirne verkleben soll. Vielfalt heißt hier, alles gleich, ähnlich, praktisch und gut zu machen. Vielfalt in Sonntagspredigten, erstickende Gleichförmigkeit in der Realität. Die Felder, auf denen man sich austoben kann, sind – was schon – vielfältig!  Paßt ja alles: Jene, die ihre moralinsaure, grüne, ja so sehr auf Individualismus pochende sog. “Fortschrittsideologie” zum Programm erhoben und in den “staatstragenden” Parteien im Gefolge eines vierzigjährigen Kulturkampfes durchgesetzt haben, sind die ersten, die heute One-World-Einheitspostulate heraustönen und dabei dem Globalismus und der Vereinheitlichung durch die Macht weltumspannender Konzerne das Wort reden, in versteckter Kumpanei mit Handaufhalten/Pöstchenreiten oder ahnungslos. Zu welchen Erkenntnissen ein Prozeß am Aachener Landgericht doch führen kann!

Abgelegt im Ordner “Angemerkt” – Philatelie-Digital 16/2017

Nachtrag Briefpost National (IV)

FrZ Saar Mi 1-11 Brfst-Buss 6.2.46_axelbraun-ebay 15.50€ 26.3.17

Philatelie-Digital, 15-2017

(…)

Einmal mehr Saarland, einmal mehr die Bedeutung der Marken Frz. Allgemeine Ausgabe. Weitere Themen: 50 Pf – welche Einzelfrankaturen waren im letzten Reichsposttarif mit dieser Nominale  möglich? Encombrant – wie bitte? UPU-Sprache Französisch: Gemeint sind Sperrgüter im Paketverkehr. Hoch interessant! Des weiteren einige Leserzuschriften zu jüngsten Veröffentlichungen und –  ausgegraben im “Digital”-Keller – einige Resonanzen externer Leser. Auch interessant.

Vollständigen Beitrag im Pdf-Format bitte herunterladen: Nachtrag Briefpost National (IV)

Vereine auf Pin-Wand in Österreichs Postfilialen

PhilaPunkt
B
ild (bearbeitet): BSV Favoriten e.V.

Der neuesten, anschaulich bebilderten Web-Information des Wiener Sammlervereins Favoriten (www.bsv-favoriten.at) ist eine Meldung zu entnehmen, welche die Versandstelle von Post.at schon in der letzten “Briefmarke” als texttrockenes Geleitwort zum Verkaufsinformationsteil veröffentlich hat. Diese Meldung sollte auch für eine Deutsche Post von einigem Interesse sein können. Bonn läßt es bekanntlich mit einem Briefkasten für Sammler in den 26 Philatelie-Shops gut sein. Die Philatelieabteilung der Deutschen Post an mehr Anbindung an den viele Euro für seinen Neuheitenkauf ausgebenden, in Vereinen organisierten deutschen Sammler zu erinnern, setzt allerdings einen Verband namens BDPh samt Spitze voraus, der sein internes, nun schon viele Monate dauerndes Machtchaos ein für alle Mal hinter sich lassen kann, um so den Kopf für Wichtigeres freizubekommen. Der (leicht geänderte) Text:

Die neue Leitung Philatelie der Österreichischen Post beabsichtigt, die Briefmarken und die Philatelie wieder in die Postfilialen zurückzu bringen. In fünf Wiener Postfilialen (1020, 1100, 1160, 1210, 1230) wurde eine Philateliewand eingerichtet, auf dessen Schwarzem Brett sich ein Sammlerverein präsentieren kann. Der BSV Favoriten hat diese Möglichkeit in der Postfiliale 1100 Wien, Buchengasse 77 erhalten.

Neben dieser Werbemöglichkeit stellt die Post alle in der jeweiligen Filiale erhältlichen Sondermarken aus, geordnet nach einzelnen Motiven. In einem eigens montierten Briefkasten können Sendungen mit bestimmten Stempelwünschen eingeworfen werden.

Die Wunschzettel für die Platzierung des Stempels sind zum Abriß an dem Briefkasten angebracht, sie können dann mittels einer Heftklammer (aus dem fix montierten Schälchen links auf dem Briefkasten erkennbar) an den Brief angeheftet werden. Die Briefe werden vor Dienstschluß entnommen, wunschgemäß abgestempelt und der Beförderung zugeführt. Derzeit in Verwendung sind ein entsprechender OT-Stempel sowie der Phila Punkt Stempel. An der Beschaffung eines für Wien einheitlichen Rollenstempels mit philatelistischem Begleitmotiv wird derzeit noch gearbeitet. Jedenfalls ein vielversprechendes Unterfangen! Es bleibt zu hoffen, daß diese Einrichtung von den Philatelisten auch genützt wird.”
–– Philatelie-Digital, 15-2017

Vor 30 Jahren Berlins eigene ATM

ATM 1 in Berlin 3.5.91

Zum Bild: Grüne Bund-ATM (Mi. 1) lösten die “Charlottenburg”-ATM ab April 1991 ab. Hier ein seltener Beleg vom 3. Mai 1991. Unscheinbar, aber ebenfalls hoch interessant!

Zum Dreiteiler Dokumente der Post. Weiterführend! Unbedingt archivieren!

Abgelegt im Ordner: “Dokumente (amtl) DBP-DPAG”
Quelle hierfür: www.atm-altmann.de
Philatelie-Digital 15-2017

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