Intern. Briefmarken-Börse Sindelfingen 2018

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In einer Woche ist es für den internationalen Sammler- und Händlertreff wieder soweit. Philatelie-Digital hat die wichtigsten Informationen zusammengestellt (pdf-Dateien) und wünscht  allen Besuchern und Ausstellern einträgliche Börsentage – und vor allem gute Stimmung! –– Philatelie-Digital 8/2018

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Postentgeltehefte – alt und neu / DDR-Frachtsendung 1977 in die UdSSR

Postentgelteheft 1.7     DDR-Gebührenheft 1.7-1

Aus gegebenem Anlaß wird im linken Abbildungsbeispiel der Chronistenpflicht genügt. Auftaktbericht war hierzu die vor einigen Monaten an dieser Stelle publizierte Übersicht zu den tariflichen Veränderungen von diesem Jahr (“Ab 1. Juli ein völlig neuer Päckchenpreis”, 3/2018). Wie zu sehen, gibt es neben der Onlineversion auch ein gedrucktes Exemplar zu den Entgelteneuerungen vom Juli. Es nimmt die Neuerungen vom März auf und ist derzeit am ehesten in den Postbank-Filialen zu bekommen. Wie immer natürlich kostenlos.

Ihm zur Seite gestellt wird ein 37 Jahre älteres Gebührenheftchen der DDR-Post mit Stand 1. Juli 1971. Anders als die DBP-Preisverzeichnisse kostete den Postbenutzer in der DDR diese Übersicht etwas, jedoch waren es bescheidene 20 Pf.  Man sollte nun meinen, daß das, was kostet, eher aufbewahrt und auch aufgehoben wurde. So ist es wohl doch nicht. Unabhängig vom Zahn der Zeit und einer Post, die nicht mehr existiert, scheint es nicht leicht, solche Gebührenhefte heute noch zu finden. Es gibt bekanntlich auch Sammler hierfür! Die meisten werden sie sicherlich auch heute noch zur Bestimmung ihrer Bedarfspoststücke nutzen.
Das bietet sich an, weil diese Hefte Gebühren zeigen, die selbst im DDR-Universal-Katalog nicht verzeichnet sind!

Doch eine Position enthalten auch diese Preisverzeichnisse nicht – die Auslandspaketgebühren. Nach ihnen hatte der Verfasser dieser Zeilen speziell für den Zeitraum der 70er Jahre gesucht. Doch Paketgebühren des “grenzüberschreitenden Verkehrs”  waren nur am Schalter erhältlich bzw. zu erfahren. Mitteilungen zur internen Nutzung dazu gab es sicher nur in einem Loseblattverfahren. Werner Steven, der ausführlich die Paketpreise der DBP auch mit Ziel Ausland zu nennen weiß, als einzige freie Publikation außerhalb des Postamtsblattspektrums, muß in seinem “DDR Postbuch 1947-1989″ in ihrem Falle passen. Das  ist schade, auch in Bezug auf den hier gezeigten Beleg:

Baudenkmäer 1 M großx2 a R-AuslPak oder was auch immer

Das 2-Mark-Porto gibt dem Verfasser Rätsel auf, wenn er annimmt, hier sei 1977 eine portorichtige Bezahlung erfolgt. Doch die Päckchen- und auch Briefpreise von 1971 lassen bei 50 Pf für das Einschreiben nur einen Schluß zu: überfrankiert! Die Mutmaßung bleibt jedoch, daß es 1974 oder 1976 im Paketsektor eine weitere Tarifänderung gegeben hat. Vielleicht wissen die Leser hierzu mehr und teilen es Philatelie-Digital mit (Mailadresse s. Impressum). Im übrigen ist der Verfasser an weiteren DDR-Gebührenheften interessiert. Aber für kein Geld, sondern nur auf Tauschbasis! — Philatelie-Digital 8-2018

Zur Deutschen Wiedervereinigung im 28. Jahr

BILD 14.8.61

Im Regierungsberlin verhaltenes, folglich kalkuliertes Eigenlob, ostentativer Gestus des “Ist noch viel zu tun”, und dann die übliche Scheinheiligkeit  – all das dominiert einmal mehr das offizielle Geplapper am sog. nationalen Feiertag, der dann wohl doch schon bald von einem islamischen Feiertag begleitet werden wird, eingedenk der vom Grünen und ehemaligen KBW-Ideologen Trittin und dem damaligen Kanzler Schröder (“heh, heh, heh…”) schon 2004 erhobenen Forderung. Die Deutsche Wiedervereinigung 1990 ächzt 2018 unter den verqueren Ansprüchen einer sog. “progressiven” System-Publizistik.  Da ist so mancher verstört und rennt besinnungslos und medienverblödet zu den modernen Rattenfängern im Glauben, “wider dem Ungeist” die Stirn zeigen zu müssen. Als organisierter Philatelist, der noch von Helmut Kohl 1990 im Bonner Kanzleramt gebauchpinselt wurde, ist man sowieso schon völlige Unperson – man begreift es nur nicht. Schon gar nicht der vielschreibende Chronist in der “philatelie” mit seinem in die Spalten gedonnerten Faktengesülze. Bleibt einstweilen wohl doch nur die faktenbereinigte Besinnung auf das, was mal war. – – “Angemerkt” in:  Philatelie-Digital 7-2018

Vollständigen Beitrag im Pdf-Format bitte herunterladen:  Zur Deutschen Wiedervereinigung im 28. Jahr

Fehlverwendung ATM 8/9 auch auf Brief

ATM 8-9 Typenabweich-1    €-Zeichen überflüssig! Softwarefehler!

Die ArGe Rollenmarken, Markenheftchen, Automatenmarken (RSV) meldet in ihrem jüng-
sten Rundbrief (3/2018) das Auftauchen von Fehlverwendungen bei der aktuellen Automatenmarken-Ausgabe ( “Briefe schreiben” / “Briefe empfangen”) vom 3. Januar 2017. Es geht um den Typendruck mit €-Zeichen. Ihn gab es letztmals regulär bei der ATM 5 (“Briefkasten”) und zuvor und erstmals bei Mi. 4 (“Posthörner”, 2002). Doch noch bei der Ausgabe 6/7 (“Brandenburger Tor” / “Bonner Posttower”, 2008) tauchte er irrtümlicherweise auf – die Software in den Druckergeräten war nicht umgestellt worden. War das schon bei ATM 6/7 eine Peinlichkeit ersten Ranges für die Post, weil es diese technische Anomalie landauf landab gab und zwar noch monatelang nach dem 24. Oktober 2008, so kann jetzt die Fortsetzung “der Geschicht´” nur noch verwundern. Bislang sind es zwar nur zwei Geräte, laut RSV stehen sie in Bochum und Schleswig, doch wer weiß. Wie es in dem Beitrag heißt, zeigten die Startbildschirme der Geräte als Abbildung die ATM Mi. 5! Philatelistisch könnte man fragen: Wo leben wir denn?!

Zu allem drei Anmerkungen:

Auch für Briefpostsammler, nicht nur für den Losemarken-Freund, ist solche Briefpost aus der . Gebrauchszeit mit dieser spektakulären Abweichung natürlich von philatelistischem Interesse und daher Anreiz, nach ihr zu suchen. Etwas aufspüren, ist dem Philatelisten schließlich eine der liebsten Beschäftigungen!

Suchen heißt unter anderem möglichst gewerbliche Posteingänge regelmäßig sichten zu können. Damit wird es in diesen Brüssel-diktatorischen Zeiten einer EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) von diesem Jahr an wohl endgültig vorbei sein. Aus lauter Vorsicht gibt keine Firma mehr Briefsendungen der Kundschaft an Sammler ab.

Hinzu kommt, daß der Postkunde immer häufiger  am vertrauten Standort vergeblich nach seinem “Markendrucker” Ausschau hält.  Noch gerademal zweitausend sollen es aktuell sein. Die Frage ist, wie viele selbst davon funktionstüchtig sind, grundsätzlich oder auch nur fallweise (Störanfälligkeiten; s. dazu auch “ATM-Versorgung 2016 in Deutschland / Ein Paradoxon pur” (Philatelie-Digital 16/2016; Suchwort: ATM-Drucker). Des weiteren ist auch der Gebrauch der neuen ATM in philatelistischer Korrespondenz nach vielen Beobachtungen in diesen vergangenen 1 3/4 Jahren bescheiden. Noch werden die alten Vordrucke (ATM 6/7) aufgebraucht.

Kommentar: Alles würde noch interessanter werden, sollten diese beiden ATM-Vordruckpapiere demnächst/in nicht langer Zeit die letzten des Sammelgebietes sein: Dann, wenn die Deutsche Post die Kosten des laufenden Betriebs der vorhandenen Geräte  für unverhältnismäßig hält und sie allesamt in die Verschrottung gibt. Da das kalte Renditedenken in Bonn (in diesem Falle zu Recht) dominiert, wird man Nachfolgegeräte bei verändertem Kauf- und Schreibverhalten der Postkunden anders als die Sammler ausplündernde Österreichische Post nicht mehr aufstellen. So sei es dann! Dann wird man auch sehen, wie klassisch (zu Recht!) die deutsche ATM-Philatelie ist – nämlich auch in den Augen der breiten Sammlerschaft, die dieses seit 1981 die Portobeschaffung erheblich vereinfachende Automationserfolgsprodukt eigentlich nie wirklich angenommen hat, geschweige denn philatelistisch begreifen wollte.
Aber, es gibt ja das Internet! Dort läßt sich alles nachholen. Man muß nur wollen. Zum Beispiel und zu allererst die Seite www.postautomation.de aufschlagen. Der Autor bietet fulminantes Wissen und exzellente bildliche Anschauung – für den Einsteiger wie für den den Kenner.

Philatelie-Digital 7-2018, aktuell

BDPh modernisiert Internetauftritt

BDPh-Neue Homepage

(Sept. 2018)
Der nationale Sammlerverband BDPh hat eine neue Visitenkarte im Netz. Zu sehen ist eine luzide gestaltete Homepage mit einem klareren Aufbau, leichter erkennbaren informationellen Zugriffen und einer aktualisierten Eigendarstellung. Getragen wird dies alles durch ein erheblich freundlicheres Erscheinungsbild. Philatelie-Digital sagt: gelungen!

BDPh-Neue Homepage II

 

BDPh-Neue Homepage IV

Auch gut und klug: Im Bildinventar verzichtet man auf präsidiale Köpfe, noch sind sonst welche Macher zu sehen! Köpfe können auf Bundestagen Zeichen setzen bzw. Affekte beanspruchen. Hier auf der Homepage “verschleimen” sie nur, was Sache ist. Und die ist: Ein Verband, der nach erheblichen personalen Krisen der letzten Jahre und einer jedes Jahr schwächeren Mitgliederbilanz auf der Suche ist nach einer wieder angemessenen Selbstwahrnehmung als bedeutender Kulturverband in Deutschland mit grandioser geschichtlicher Vergangenheit im Konnex von Post- und Wirtschaftsgeschichte. Diese Selbstwahrnehmung bzw. der Wiedergewinn eigener Bedeutung kann gegenüber dem einfachen Mitglied in breiter Form sinnstiftend und zukunftsweisend nur über das Internet stattfinden.

BDPh-Neue Homepage V

Diese Lektion haben ja inzwischen auch viele Ortvereine – die eigentliche Basis des Verbandes – begriffen. Steigende Postpreise werden gedruckten Vereinsmitteilungen mehr denn je das Wasser zum Leben dieser Publikationstätigkeit abgraben. Die Ermutigung “aus dem Netz” muß daher sein. Und weil sie von “oben” kommt, muß sie überzeugend sein, also lebendig und verbandsbejahend. Die kommenden Aufgaben im Internet sind immens. Ihre Überschrift: Brücken schlagen zum einfachen Mitglied, Vertrauen auslösen, Scheu nehmen, die Internetnutzung zu etwas Selbstverständlichem machen. Da kann dann sogar die Vorstellung von einem “Beleg des Monats” sinnvoll sein. Besonders gefallen Philatelie-Digital jedoch neben dem akzentuierten Angebot der Online-Ausstellungssammlung die endlich markanten Hervorhebungen von “Ortsverein” und “ArGe”. Vor allem ersterer hat ja in der gedruckten Publikation “philatelie” einen (seit jeher) absolut jämmerlichen, für eine moderne Verbandszeitschrift beschämenden, weil völlig (personell) leblosen Auftritt!

Heraldik II – Österreichs Post im “Dauerrausch” in Richtung Absturz

zerrissen

Ideologische Kopfgeburt im Markenformat: Österreichs Briefmarkengegenwart ist, wie würde der zeitgeistige (linke, wahlweise liberalistische) hippe Kunstsprech formulieren, “sperrig”. Das ist er natürlich nicht. Zu sehen ist ein verquastes Markenmotiv als Menetekel.  Wie? Die Post in Wien geht doch in der Markenverausgabung den Weg des Fortschritts! Ach ja? Ja, natürlich, man ist innovativ (eine Vokabel,. die gefühlt 20mal in jeder Ausgabe der Zeitschrift “Briefmarke” aufzutauchen pflegt), man ist  Avantgarde! Fliegende Überwindung des Alten, des Überkommenen! Oh ja. Wie falsch, wie komplett falsch! Es gibt nur einen Weg im Neuheitenprozedere der Wiener Zentrale. Den der Zielstrebigkeit und der umfassenden Kommerzialisierung – man sehe sehe sich nur die Beilage “Album” im Sammlerblatt “Briefmarke” an! Offenkundig gefragte Qualitäten in einem in den letzten fünf Jahren irrwitzig das Personal wechselnden Versandstellenmanagement sind Schläue, Verstellung und Raffzahnmentalität, also das, was jeden Abend im Fernsehen die Telemedien-Werbung in die Köpfe hämmern will. Man trumpft auf  mit etwas “Wiener Schmäh” und eitler Kaffeehausseligkeit, “bitte, Herr Ober, san mer geschmeidig”. Unter Wahrung sog. konventioneller Indizes (Tarif-Nominalspektrum) kommt trotzdem nur völlige Verkommenheit, also Kommerzialisierung eines Alltagsgegenstandes zum Vorschein. Mit der motivlich abgeänderten Dauerserie “Heraldik” und deren Nennwertgestaltung hängt sich das Markenausgabegeschehen in Österreich einen weiteren Mühlstein um den Hals.
– – Philatelie-Digital 4-2018

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